Bürgerinitiative gegen den Hochmoselübergang

Georg Laska, kontakt@pro-mosel.de, Tel.: 06532 1598 // 01578 2357 121

Heidelind Weidemann, heide.weidemann@web.de, Tel.: 06532 93146

Dr. Elisabeth Reis, elisabeth.reis@t-online.de, Tel.: 06532 3339


Ürzig/Zeltingen-Rachtig, 28.8.2014

Hochmoselübergang: Urplötzliche Kostensteigerung
und Bauzeitverlängerung um 2 Jahre

Seit Jahren verlautbart der rheinland-pfälzische Infrastrukturminister Lewentz, dass Zeit- und Kostenrahmen für den Hochmoseübergang eingehalten werden. Völlig unvermittelt erfährt der Bürger nun, dass dies nicht zutrifft. Quasi über Nacht sollen die Kosten um 80 Millionen € gestiegen sein und die Bauzeit sich um zwei Jahre verlängern. Gegenüber den ursprünglich geplanten 330 Mio. € haben sich die Kosten damit bereits 4 Jahre vor dem geplanten Bauzeitende um 38 % erhöht. Der Nutzen-Kosten-Faktor, der zum Zeitpunkt des Baubeginns noch mit 3,4 gehandelt und zwischenzeitlich auf 1,8 korrigiert wurde, fällt nun rein rechnerisch auf einen Wert von 1,3. Damit ist schon jetzt absehbar, dass die Schwelle von 1,0 im Verlauf der Bauzeit unterschritten wird und sich das Projekt als kostspieliges Verlustgeschäft erweisen wird.

"Der Bau des Hochmoselübergangs ist nun in der Liga der steuergeldverschlingenden Skandalprojekte angekommen", so Georg Laska von Pro-Mosel. "Einem sinkenden Bedarf, beispielsweise infolge der schwindenden Bedeutung des Flughafen Hahn, stehen dramatische Kostensteigerungen gegenüber, wobei das Ende der Fahnenstange noch lange nicht erreicht ist."

Wenig überzeugend ist die offizielle Begründung, die die Ursache für den ungewöhnlich hohen Kosten-Nachschlag in aufgeweichten Böden und den allgemeinden Preissteigerungen im Baugewerbe sieht. Den Hauptgrund dürften die Stabilitätsprobleme darstellen, die bereits zu mehreren Bauverzögerungen führten und bis heute noch nicht alle gelöst sind. So fehlt für vier der zehn Pfeiler der endgültige Stabilitätsnachweis. Die ganz großen Probleme stehen noch bevor, der Pfeilerbau am Ürziger Rutschhang, welcher nach Meinung vieler Fachleute nie ausreichend erkundet wurde, stellt nicht nur ein finanzielles Risiko dar, sondern könnte am Ende sogar die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer gefährden. Aus gutem Grund haben die Baumaßnahmen für die drei Pfeiler dort noch nicht begonnen. Der Unterste soll mit einer Höhe von 160 Metern aus dem instabilen Untergrund ragen.

"Wir stehen ganz am Anfang einer Kostenspirale, deren Ende nicht absehbar ist", sagt Sarah Washington von Pro-Mosel. "Die Bauwürdigkeit des Hochmoselübergangs muss unverzüglich überprüft werden, bevor weitere Millionen im Boden versenkt werden!"

  
Freischwebender Balken / unberührter Westhang
(Großformatige Bilder mit Mausklick)


Links:
Rhein-Zeitung: Bericht über die Kostensteigerung
SWR-Bericht zum "Schönheitswettbewerb" für die Brücke
Der Spiegel: Große Risiken beim Bau der Hochmoselbrücke
Ein Hang wie kein anderer, Bericht im Trierischen Volksfreund
Wackelprojekt Hochmoselübergang, SWR info
Das Sickerwassergutachten gibt KEINEN Anlass zur Beruhigung
Umfangreiche Materialiensammlung zum Hochmoselübergang
Internetseite der Bürgerinitiative Pro-Mosel

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Kontakt und weitere Information:
Georg Laska, Vors. von Pro-Mosel
Email, Tel.: 1578 2357 121

Dr. Elisabeth Reis, 2. Vors. von Pro-Mosel
Email, Tel.: 06532 3339

Heide Weidemann, stellv. BUND-Landesvorsitzende
Email, Tel.: 06532 93146