Bürgerinitiative gegen den Hochmoselübergang

Georg Laska, kontakt@pro-mosel.de, Tel.: 06532 1598

Heidelind Weidemann, heide.weidemann@web.de, Tel.: 06532 93146

Dr. Elisabeth Reis, elisabeth.reis@t-online.de, Tel.: 06532 3339


Ürzig/Zeltingen-Rachtig, 23.8.2018

Hochmoselübergang
Kein Grund zu feiern

Die Bürgerinitiative Pro Mosel wendet sich seit Jahrzehnten gegen den Bau des Hochmoselübergangs, den wir als sinnlos, verschwenderisch und zerstörerisch ansehen. Zu gegebenem Anlass möchten wir feststellen:

1.
Der Bau dauert wesentlich länger als geplant, die ursprüngliche Fertigstellung war 2016, zur Zeit angegeben ist 2019. Weitere Verzögerungen sind zu erwarten.

2.
Der Bau ist wesentlich teurer als geplant, die ursprüngliche Bausumme betrug 330 Millionen, zur Zeit angegeben sind 483 Millionen. Weitere Verteuerungen sind zu erwarten.

3.
Die Maßnahmen zur Hangsicherung der Brückenpfeiler wurden erst nach massivem Druck durch die von der Bürgerinitiative befragten externen Fachleute überarbeitet und stark erweitert. Die Standfestigkeit im langsam rutschenden Hang wird sich erst nach der Inbetriebnahme zeigen.


Diese drei Fakten zeigen die grundlegenden Unzulänglichkeiten der beteiligten Planer und Politiker. Ein Ausblick auf die Zukunft:

4.
Die Auswirkungen auf die Wasserversorgung weltberühmter Weinlagen werden sich erst nach der Fertigstellung der gesamten Straße zeigen, da die Landesregierung eine vorausgehende Untersuchung stets abgelehnt hat.

5.
Die negativen Auswirkungen der Verschandelung der Landschaft auf den Tourismus kann von der Bürgerinitiative anekdotisch durch immer wieder eingehende Emails entsetzter Gäste bestätigt werden.

6.
Die zur Legitimierung des Projekts verbreiteten Verkehrszahlen (>25.000 Kfz pro Tag) werden mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht erreicht, der Bund hat nach Baubeginn die prognostizierten Zahlen halbiert und damit den volkswirtschaftlichen Nutzen des Hochmoselübergangs demontiert.


Es bleibt zu wiederholen: Der Hochmoselübergang ist sinnlos, verschwenderisch und zerstörerisch. Alle unsere Befürchtungen sind bisher eingetreten bzw. stehen noch aus. Ein Anlass zum Feiern erschließt sich uns nicht.


Links:
Internetseite der Bürgerinitiative Pro-Mosel
Umfangreiche Materialsammlung zum Hochmoselübergang
Bericht im Trierischen Volksfreund über zusätzliche Stabilisierungsmaßnahmen

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Kontakt und weitere Information:
Georg Laska, Vors. von Pro-Mosel
Email, Tel.: 06532 1598

Dr. Elisabeth Reis, 2. Vors. von Pro-Mosel
Email, Tel.: 06532 3339

Heide Weidemann, stellv. BUND-Landesvorsitzende
Email, Tel.: 06532 93146